Entspannter Start an der Algarve
Nach der Ankunft in Faro übernahmen wir direkt unseren Mietwagen und machten uns auf den Weg zum stilvollen Epic Sana Algarve Hotel, das für die nächsten fünf Nächte unser Zuhause war.
Das luxuriöse Resort liegt eingebettet in duftenden Pinienwäldern oberhalb der spektakulären Küste von Falésia. Von hier aus lassen sich zahlreiche Ausflüge entlang der Algarve unternehmen. Sandstrände, beeindruckende Felsformationen und kleine Fischerdörfer machen die Region zu Recht zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas.
Über Sagres an die wilde Westküste
Nach den entspannten Tagen an der Algarve führte uns die Reise zunächst nach Sagres, dem südwestlichsten Zipfel Europas. Hier spürt man sofort die Kraft des Atlantiks. Die Landschaft wird rauer, die Klippen höher und die Uhren scheinen ein wenig langsamer zu ticken.
Von dort aus fuhren wir entlang der traumhaften Westküste nach Norden. Diese Region ist ein echter Geheimtipp für alle, die Portugal abseits der klassischen Urlaubsrouten erleben möchten.
Für zwei Nächte wohnten wir im charmanten Landhotel Senhora do Cabo Meco. Die Umgebung begeistert mit versteckten Buchten, langen naturbelassenen Stränden und beeindruckenden Steilküsten. Oft hört man hier nichts außer den Wellen und dem Wind. Selbst in der Hochsaison findet man noch Plätze, an denen man sich fühlt, als hätte man die Küste ganz für sich allein entdeckt.
Traumhafte Küstenstraßen und versteckte Strände
Auf dem Weg Richtung Lissabon zeigte sich Portugal noch einmal von seiner besonders authentischen Seite. Immer wieder eröffneten sich spektakuläre Ausblicke auf kilometerlange Sandstrände, die erstaunlich leer und ursprünglich wirkten.
Wer dem Massentourismus bewusst aus dem Weg gehen möchte, wird diese Strecke lieben. Kleine Küstenorte, einsame Aussichtspunkte und unberührte Natur machen die Fahrt selbst zu einem Highlight der Reise.
Drei Nächte im Herzen von Lissabon
Anschließend verbrachten wir drei Nächte im wunderschönen Memmo Alfama Hotel.
Das Boutiquehotel liegt im historischen Alfama-Viertel, einem der charmantesten Stadtteile Lissabons. Enge Gassen, traditionelle Fado-Musik, kleine Cafés und beeindruckende Aussichtspunkte verleihen dem Viertel eine ganz besondere Atmosphäre.
Das Memmo Alfama verbindet modernes Design mit historischem Ambiente und bietet von seiner Terrasse einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt bis zum Tejo. Besonders nach einem erlebnisreichen Tag ist dies der perfekte Ort für ein Glas portugiesischen Wein.
Lissabon selbst begeistert mit einer einzigartigen Mischung aus Tradition und Moderne. Zu den schönsten Ausflugsmöglichkeiten zählen:
- Die historische Straßenbahn Linie 28
- Das malerische Viertel Belém mit Torre de Belém und Mosteiro dos Jerónimos
- Die Aussichtspunkte Miradouro de Santa Luzia und Senhora do Monte
- Ein Tagesausflug ins märchenhafte Sintra
- Die Küstenorte Cascais und Estoril
Mein Fazit: Lissabon ist lebendig, entspannt aber auch laut, kulinarisch spannend und irgendwie immer ein bisschen fotogen. Selbst die berühmten Hügel verlieren ihren Schrecken, wenn man zwischendurch eine Pastel de Nata zur Stärkung einlegt.
Weiter in den Norden: Stopp in Nazaré
Auf unserem Weg nach Porto durfte ein Halt in Nazaré natürlich nicht fehlen.
Der superschöne Küstenort ist weltweit für seine gigantischen Atlantikwellen bekannt, die jedes Jahr Surfer aus aller Welt anziehen. Auch wenn die berühmten Rekordwellen hauptsächlich in den Wintermonaten auftreten, lohnt sich ein Besuch das ganze Jahr über. Die Mischung aus traditionellem Fischerdorf, langen Sandstränden und spektakulären Aussichtspunkten macht Nazaré zu einem ganz besonderen Ort.
Genuss, Lebensfreude und ein ganz besonderes Fest in Porto
Zum Abschluss unserer Reise verbrachten wir drei Nächte im Boavista Eco-Luxury House in Porto.
Das charmante Boutiquehotel überzeugte nicht nur durch seine ruhige Lage und den persönlichen Service, sondern vor allem durch sein hervorragendes Restaurant. Die kreativen vegetarischen und veganen Gourmetgerichte waren ein echtes Highlight unserer Reise und bewiesen eindrucksvoll, dass Genuss auch ganz ohne Fleisch hervorragend funktioniert.
Porto selbst verzaubert mit seinem unverwechselbaren Charme. Die bunten Häuser entlang des Douro, die berühmte Brücke Ponte Dom Luís I, die historischen Gassen der Altstadt und die traditionsreichen Portweinkeller sorgen für unvergessliche Eindrücke. Besonders schön ist es, den Abend an der Ribeira, der lebendigen Uferpromenade, bei einem Glas Vinho Verde oder Portwein ausklingen zu lassen.
Das große Glück unserer Reise war, dass wir Porto während des berühmten São João Festes erleben durften. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni verwandelt sich die gesamte Stadt in eine riesige Open-Air-Party. Überall wird gefeiert, getanzt, gegrillt und gelacht. Tausende Menschen ziehen bis in die frühen Morgenstunden durch die Straßen.
Eine besonders liebenswerte Tradition sorgt dabei regelmäßig für Schmunzeln bei Besuchern: Man läuft mit bunten Plastikhammern durch die Stadt und klopft Freunden, Familienmitgliedern oder auch völlig unbekannten Menschen sanft auf den Kopf. Was in anderen Ländern vermutlich zu irritierten Blicken führen würde, gehört in Porto ganz selbstverständlich zur Festkultur. Nach wenigen Minuten ertappt man sich selbst dabei, mit einem breiten Grinsen den nächsten "Hammergruß" zu verteilen.
Den krönenden Abschluss bilden ein spektakuläres Feuerwerk über dem Douro und eine einzigartige Atmosphäre, die man nur schwer beschreiben kann. Man muss sie einfach selbst erleben.
Porto ist nicht nur eine wunderschöne Stadt voller Kultur, Geschichte und Kulinarik. Wer das Glück hat, während des São João Festes vor Ort zu sein, erlebt Porto von seiner lebendigsten, herzlichsten und vielleicht auch ein wenig verrücktesten Seite. 😊