Im Mai 2025 begab ich mich auf eine faszinierende Rundreise durch Armenien und Georgien. Die Reise fand in einer kleinen, harmonischen Gruppe statt, wodurch intensive Begegnungen mit den Menschen, der Kultur und den beeindruckenden Landschaften des Südkaukasus möglich wurden. Zwischen uralten Klöstern, schneebedeckten Bergen, gastfreundlichen Menschen und lebendigen Städten erlebten wir elf abwechslungsreiche und unvergessliche Tage.
Ankunft in Jerewan – Die rosafarbene Hauptstadt Armeniens
Unsere Reise begann in Jerewan, einer der ältesten dauerhaft bewohnten Städte der Welt. Die armenische Hauptstadt beeindruckte uns mit ihren hellen Tuffsteinbauten, breiten Boulevards und einer entspannten Atmosphäre. Besonders die Kaskadenanlage mit ihrem herrlichen Blick auf den majestätischen Ararat blieb in Erinnerung. In den gemütlichen Cafés und auf den belebten Plätzen konnten wir erstmals die herzliche Gastfreundschaft der Armenier kennenlernen.
Garni und Geghard – Zeugnisse einer langen Geschichte
Ein erster Ausflug führte uns zum Tempel von Garni, dem einzigen erhaltenen hellenistischen Tempel im gesamten Kaukasus. Hoch über einer eindrucksvollen Schlucht gelegen, bot sich uns ein fantastischer Blick auf die umliegende Landschaft.
Anschließend besuchten wir das Höhlenkloster Geghard, das teilweise direkt aus dem Felsen gehauen wurde. Die besondere Atmosphäre dieses UNESCO-Weltkulturerbes mit seinen kunstvollen Steinmetzarbeiten und der spirituellen Stille beeindruckte die gesamte Gruppe nachhaltig.
Edschmiadsin – Das religiöse Herz Armeniens
In Edschmiadsin, dem religiösen Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche, erhielten wir spannende Einblicke in die christliche Geschichte des Landes. Die Kathedrale und die historischen Kirchenanlagen zeugen von der tiefen Verwurzelung des Christentums in Armenien, dem ersten Staat der Welt, der das Christentum zur Staatsreligion erklärte.
Chor Virap – Blick auf den Ararat
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Klosters Chor Virap nahe der türkischen Grenze. Von hier bot sich bei klarem Wetter ein spektakulärer Blick auf den schneebedeckten Berg Ararat, das Nationalsymbol Armeniens. Die eindrucksvolle Kulisse machte diesen Ort zu einem der beliebtesten Fotomotive unserer Reise.
Am Sewansee – Das blaue Auge Armeniens
Die Reise führte uns weiter zum Sewansee, einem der größten Hochgebirgsseen der Welt. Das tiefblaue Wasser, die frische Bergluft und die idyllische Lage machten diesen Ort zu einem besonderen Erlebnis. Vom Kloster Sewanawank aus genossen wir herrliche Ausblicke über den See und die umliegenden Berge.
Grenzübertritt nach Georgien
Nach erlebnisreichen Tagen in Armenien überquerten wir die Grenze nach Georgien. Schon während der Fahrt konnten wir sehen, wie sich Landschaft und Architektur veränderten, während die herzliche Gastfreundschaft der Menschen in beiden Ländern unverändert blieb.
Gori – Auf den Spuren der Geschichte
Unser erster Halt in Georgien war die Stadt Gori. Die Stadt ist vor allem als Geburtsort Josef Stalins bekannt. Neben historischen Einblicken bot Gori einen spannenden Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart und vermittelte interessante Eindrücke vom georgischen Alltag.
Gudauri und Stephansminda – Im Herzen des Großen Kaukasus
Die Fahrt entlang der legendären Georgischen Heerstraße gehörte zu den landschaftlichen Höhepunkten der Reise. Vorbei an spektakulären Bergpanoramen erreichten wir den Wintersportort Gudauri.
Weiter ging es nach Stephansminda, das malerisch von den Gipfeln des Großen Kaukasus umgeben ist. Die beeindruckende Natur und die klare Bergluft machten den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Kasbek – Der Berg der Legenden
Ein ganz besonderer Höhepunkt unserer Georgien-Reise war der Blick auf den 5.047 Meter hohen Kasbek. Über der Gergetier Dreifaltigkeitskirche erhob sich der mächtige Gipfel eindrucksvoll in den Himmel. Die Kombination aus uralter Kirche, schroffen Bergen und grandioser Naturkulisse zählt zu den schönsten Motiven des gesamten Kaukasus.
Tiflis – Die charmante Hauptstadt Georgiens
Den Abschluss unserer Reise bildete die georgische Hauptstadt Tiflis. Die Stadt begeisterte mit ihrer Mischung aus orientalischen, russischen und europäischen Einflüssen. Wir schlenderten durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, bewunderten historische Kirchen, farbenfrohe Balkone und moderne Architektur.
Bei einem letzten gemeinsamen Abendessen ließ unsere Reisegruppe die vielen Eindrücke Revue passieren. Die georgische Küche mit ihren würzigen Spezialitäten, die ausgezeichneten Weine und die herzliche Gastfreundschaft sorgten für einen gelungenen Ausklang.
Fazit
Die Rundreise durch Armenien und Georgien war eine außergewöhnliche Entdeckungsreise zwischen Europa und Asien. Beeindruckende Kulturdenkmäler, jahrtausendealte Geschichte, grandiose Berglandschaften und die offene Herzlichkeit der Menschen machten diese Reise zu einem besonderen Erlebnis. Die angenehme Atmosphäre in der kleinen Reisegruppe trug zusätzlich dazu bei, dass aus Mitreisenden schnell eine Gemeinschaft wurde. Mit vielen neuen Eindrücken, wunderschönen Erinnerungen und der Faszination für den Kaukasus traten wir am 24. Mai 2025 die Heimreise an.