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Madeira – Insel der Kontraste
Vom grünen Wald über steile Klippen bis zum spektakulären Sonnenaufgang über den Wolken
Meine Reise nach Madeira begann am Flughafen München. Ein ruhiger Flug brachte mich nach Funchal, die Hauptstadt Madeiras. Nach der Landung wartete bereits der Transfer , der mich in mein wunderschönes Hotel direkt am Meer brachte. Nach dem Check- in erkundete ich gleich die Umgebung und spazierte entlang der Küste in das malerische Fischerdorf Câmara de Lobos. Begrüßt wurde ich von den bunten Fischerboote, die ruhig im Hafen lagen und den farbenfroh dekorierten Gassen, die sofort deutlich machten, warum dieser Ort als einer der schönsten auf Madeira gilt.

Am nächsten Morgen nahm ich meinen Mietwagen am Hotel entgegen und machte mich gleich auf den Weg zum berühmten Skywalk am Cabo Girão. Mit seinen 589 metern zählt die Klippe zu den höchsten Europas und bietet einen spektakulären Blick über den Atlantik. Vom Aussichtspunkt aus konnte man die Südküste aus einem anderen Blickwinkel betrachten und die vorbeiziehenden Schiffe liesen die Zeit langsamer vergehen.
Am Nachmittag fuhr ich mit dem Bus ganz ohne Probleme nach Funchal. Die schöne Altstadt Funchal beisterte mich mit ihren verwinkelten Gassen, kleinen Läden, den gemütlichen Restaurants und dem lebhaften Markt. Auch der Hafen bietet mit seinen kleinen Cafés zum verweilen ein. Den Abend ließ ich schließlich bei einem Glas Poncha, dem traditionellen Getränk Madeiras, in einer kleinen Bar in der Altstadt entspannt ausklingen.

Der dritten Tag stand wandern auf dem Plan, denn ich begab mich auf die Spuhren der "Königslevada". Der Weg führte mich durch eine uppig grüne Landschaft, vorbei an beeindruckenden Berghängen und einer fasziniertenden Flora und Fauna. Einen kurzen Tunnel sowie einen Wasserfall musste man ebenfalls bei der wanderung passieren. Diese Wanderung zeigte Madeira von seiner tropisch-grünen Seite.

Einen vollkommen anderen Eindruck der Insel erhielt ich am nächsten Tag auf der Halbinsel São Lourenço im Südosten Madeiras. Statt dichter Vegetation erwarteten mich karge Felslandschaften, kaum Schatten und eine frische, stetige Brise vom Atlantik. Die bizarren Felsformationen und die beeindruckenden Küstenblicke machten die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis. Am Ende der Strecke konnte man sich an einem kleinen Imbiss stärken. Wer den Rückweg nicht zu Fuß antreten wollte, konnte bequem mit dem Boot zurückfahren.

Am fünften Tag führte mich mein Weg in den mystischen Nebelwald von Fanal. Die uralten Lorbeerbäume, die oft in dichten Nebel gehüllt sind, verleihen diesem Ort eine märchenhafte Atmosphäre. Fast fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Nach der Wanderung ging es weiter nach Porto Moniz, wo ich die berühmten Lavaschwimmbecken besichtigte. Die natürlichen Becken, die vom Atlantik gespeist werden, bieten einen faszinierenden Kontrast zwischen rauer Vulkanlandschaft und kristallklarem Wasser.

Ein ganz besonderes Highlight erwartete mich am vorletzten Urlaubstag. Bereits um vier Uhr morgens klingelte der Wecker, denn ich wollte den Sonnenaufgang auf dem Pico do Arieiro erleben. Der frühe Start wurde mehr als belohnt: Als die ersten Sonnenstrahlen die Wolken unterhalb der Gipfel golden färbten, bot sich ein atemberaubendes Naturschauspiel. Die Bergwelt Madeiras zeigte sich hier von ihrer spektakulärsten Seite.
Den krönenden Abschluss meiner Reise bildete eine Schiffsfahrt auf der historischen Santa Maria de Colombo. Das Nachbau-Schiff, das an die Entdeckungsfahrten von Christoph Kolumbus erinnert, segelte entlang der Küste und bot noch einmal wunderbare Ausblicke auf die Insel. Während das Schiff sanft über den Atlantik glitt, ließ ich die vielen Eindrücke der vergangenen Tage Revue passieren.

Mein Fazit: Madeira hat mich mit seiner Vielseitigkeit begeistert. Üppig grüne Flora, schroffe Steilküsten, mystische Wälder, beeindruckende Berglandschaften und charmante Küstenorte liegen hier oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Dazu die herzliche Gastfreundschaft, das angenehme Klima und die entspannte Lebensart der Inselbewohner. Nach sieben Tagen voller unvergesslicher Erlebnisse stand für mich fest: Madeira ist ein Reiseziel, das man nicht nur einmal besuchen möchte.
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Julia Wagner
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