Unseren ersten vollen Tag auf der Insel starten wir direkt mit einem kleinen Abenteuer. Mit dem Bus machen wir uns auf zu den 27 Wasserfällen von Damajagua. Über mehrere Kilometer kann man dem Flusslauf hier über Naturrutschen folgen oder, wenn man sich traut, auch direkt meterhoch in die Naturpools springen. Man sollte für den Ausflug definitiv gut zu Fuß sein, die verpflichtenden Badeschuhe bekommen man gegen eine geringe Leihgebühr auch vor Ort. Wer nicht rutschen möchte kann das Tal auch über eine Zipline oder mit Buggys erkunden.
Tag zwei unserer Reise beginnt mit einer City Tour durch Puerto Plata. Die bunte Altstadt ist fast vollständig im viktorianischen Stil gehalten, zeigt sich aber dennoch karibisch bunt. Im Independance Park sammeln sich Straßenkünstler und Musiker, während wir durch die kleinen Gassen schlendern.
Haben Sie schon einmal von der Italienerin Bianca Franceschini gehört? Der Urmutter der Tourismus der Stadt wurde die definitiv bunteste Straße im Ort gewidmet: Der komplett pinke Paseo de Doña Blanca.
Bevor es für uns weiter in Richtung Sosúa geht, machen wir einen Zwischenhalt auf der Rancho La Catalina. Die Eventlocation liegt etwas erhöht mit wunderschönem Ausblick aufs Meer. Außerdem werden sehr leckere Cocktails und noch leckereres lokales Essen serviert!
Den Abend lassen wir entspannt am Strand von Cabarete ausklingen – hier vermischen sich Einheimische mit Touristen. Da der Strandabschnitt durch die örtliche Polizei gesichert wird, steht auch einem Abendspaziergang nichts im Wege.
Am dritten Tag der Rundreise geht es für uns quer durch den tropischen Regenwald und entlang der Südküste in Richtung Punta Cana. Die Landschaft zeigt sich in verschiedensten Grüntönen, bevor wir an den puderweisen Sandstränden im Osten der Insel ankommen.
Mein persönliches Highlight der Reise war unser Besuch im Coco Bongo an Tag fünf. Das Etablissement bezeichnet sich selbst als Nachtclub, ist aber so viel mehr als das! Neben typisch lateinamerikanischen Klängen zum Tanzen werden während der Show berühmte Filme wie Die Maske, Beetlejuice und 300 sowie Künstler wie Freddy Mercury von Queen nachgestellt und darum eine riesen Party gefeiert. Ich würde es eher als kleinen Fiebertraum beschreiben, der einen Besuch definitiv wert ist!
Bevor es zum Strandteil der Reise überging, haben wir an Tag sechs noch einen Ausflug an den Rand des Regenwalds unternommen. Auf einer Kakao- und Kaffeeplantage wurde uns der komplette Herstellungsprozess von der Ernte der reifen Früchte bis hin zum fertigen Rohkakao bzw. der fertig gerösteten Bohne gezeigt und natürlich durfte auch jeder Schritt probiert werden.
Im Anschluss gab es noch etwas Kultur im schönen Örtchen Higüey. Hier steht nicht nur die älteste christliche Kirche der neuen Welt, auf dem lokalen Markt bekommt man außerdem einen tollen Einblick in das „normale Leben“ der Inselbewohner.
Aber Achtung: Der Teil des Marktes, auf dem Frischfleisch verkauft wird, ist definitiv nichts für schwache Nerven!
Der Osten der Insel, die berühmte Punta Cana, ist wie schon beschrieben sehr US-amerikanisch dominiert. Das bedeutet konkret, dass die Anlagen alle riesig und darauf ausgelegt sind, dass die Urlauber das Resort nicht unbedingt verlassen. Dies zeigt sich natürlich auch am Abendprogramm und der teilweise doch lauteren Beschallung den ganzen Tag über. Die Strände sind dafür ein puderweiser Traum und zumindest einen kurzen Abstecher wert.
Meine Hotelempfehlungen:
- Iberostar Waves Costa Dorada: direkt am Strand und mit hervorragendem All Inclusive Konzept. Durch viele verschiedene Zimmerkategorien
findet jeder genau das, was er sucht. Durch die Lage ca. 5 Minuten außerhalb von Puerto Plata auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge im
Norden.
- Casa Marina Beach & Reef: Das Hotel verfügt über einen kleinen, eigenen Strandabschnitt, liegt aber auch direkt an einem etwas größeren öffentlichen Strandabschnitt. Gerade die frisch renovierten Zimmer im Adults Only Bereich sind ein Traum und das Essen ist trotz der relativ kleinen Größe des Hotels sehr abwechslungsreich. Das Hotel liegt zentral in Sosúa, hier kann also auch das Nachtleben ausgiebig erkundet werden.
- Villa Taina: Die Villa Taina ist anders. Das sehr kleine Haus bietet standardmäßig Frühstück, es gibt aber auch die Möglichkeit, im Hotel ein Abendessen zu bekommen. Durch die zentrale Lage am Strand von Cabarete bekommt man hier gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit lokalen Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen.
- Emotions by Hodelpa Juan Dolio: Etwas abseits der großen Masse findet man hier eine kleine Perle der Karibik. Der Hotelkomplex ist in zwei Teile eingeteilt, wovon einer direkten Strandzugang hat. Während am Pool die Animation stattfindet und die Lautstärke etwas höher ist, ist es am Strand sehr ruhig. Zusätzlich bietet auch dieses Haus Adults Only Bereiche – es findet also jeder das passende Plätzchen. Durch die Lage unweit von Santo Domingo bietet sich außerdem ein Städtetrip in die Hauptstadt an.
- Dreams Flora: Das Haus ist wie der Name schon sagt ein Traum. Für die ganze Familie ausgelegt beschränkt die Dreams Kette die Animation auf bestimmte Punkte in der Anlage. Dadurch entstehen drumherum überall kleine Oasen der Ruhe. Das abwechslungsreiche All Inclusive Angebot rundet den Urlaub perfekt ab.
- Secrets Royal Beach Punta Cana: Das Secrets bietet ein ähnliches Programm wie das Dreams, allerdings nur für Erwachsene.
- Melia Punta Cana Beach: Eines meiner persönlichen Highlights war das Melia. Die Anlage ist relativ neu renoviert und wunderschön gepflegt. Aufgrund der Größe und der Tatsache, dass alles ziemlich natürlich wachsen darf, begegnet man hier auch mal etwas größeren Echsen. Es gibt Golfcart Shuttles, die für längere Wege bereitstehen und auch dieses Haus ist nur für Erwachsene buchbar. Es verfügt über einen der schönsten Spabereiche, die ich bisher erleben durfte und liegt gleichzeitig am puderweißen Sandstrang – Entspannung garantiert!