Kaum bist du aus dem Flieger raus, schlägt dir diese wunderbar angenehme Wärme entgegen. Du merkst sofort: neuer Boden, neue Gesichter und überall dieser unbekannte, würzige Duft. Sogar das Licht wirkt hier irgendwie anders, viel intensiver. Mein absoluter Lieblingsmoment war aber der Abend: Mit einer echten Margarita in der Hand einfach mal stillsitzen, in diesen unfassbaren Sternenhimmel starren und zusehen, wie die Wüste buchstäblich im tiefen Blau des Meeres versinkt. Da ist es wieder, dieses krasse Gefühl von absoluter Freiheit.
Die Homebase: Cabo San Lucas & das Wahrzeichen El Arco
Unser Ausgangspunkt war ein Strandhotel bei Cabo San Lucas – und das Geniale war: Wir hatten von dort aus immer direkten Blick auf das berühmte Wahrzeichen, das Felsentor El Arco. Der Ort selbst ist absolut lebendig und alles dreht sich um die riesige Marina, die gleichzeitig als Tender-Hafen für die großen Kreuzfahrtschiffe dient. Hier reihen sich Yachten an Bars, und es ist der perfekte Startpunkt für Katamaran-Fahrten, Sportfischen oder Walbeobachtungs-Touren. Ganz interessant zu erleben war auch der Super Bowl am Nachmittag: Die Stimmung mit den vielen Fans in den Bars hatte definitiv was und hat dem Ganzen eine richtig coole Dynamik gegeben.
Die Sache mit dem Schwimmen: Das Meer hier ist wunderschön, aber man muss verdammt aufpassen. In Los Cabos treffen der raue Pazifik und das ruhigere, wärmere Wasser des Golfs von Kalifornien aufeinander. Dadurch gibt es starke Strömungen und das Schwimmen ist nicht an jedem Strand sicher. An vielen Ecken herrscht strenges Badeverbot. Direkt an unserer Homebase war das Schwimmen an verschiedenen Stellen zwar möglich, aber eben nur mit großer Vorsicht und an absolut ruhigen Tagen ohne Wind und Wellengang. Ich hatte allerdings riesiges Glück mit dem Wetter und konnte fast jeden Tag ins Meer springen!
Das Haupt-Event: Wal-Wahnsinn pur!
Wir waren zur absolut besten Reisezeit für Walbeobachtungen da (Dezember bis April). Da kommen die Buckelwale und Grauwale in die warmen Buchten, um ihre Kälber zu gebären.
Unsere Walausflüge per Boot starteten direkt an der Marina. Wenn so ein Gigant direkt neben dir auftaucht und atmet, hältst du einfach nur die Luft an. Aber der absolute Wahnsinn war: Du musstest für die Wale oft nicht mal aufs Boot! Wir saßen teilweise einfach nur am Strand und konnten die Wale von dort aus im Meer beobachten. Wenn du im Sand liegst und plötzlich in der Ferne die Fontänen und Flossen siehst – unbeschreiblich!
Die Ausflüge: Kultur, Kunst & Weite
Um die Gegend zu erkunden, ging es mit dem Wagen raus aus der Stadt und rein in die Kontraste:
San José del Cabo: Das komplette Gegenteil zu Cabo San Lucas und ein absolutes Top-Ausflugsziel! Viel ruhiger, herrlich mexikanisch und voller Charme. Das Viertel rund um die alte Mission steckt voller toller Kunstgeschäfte, Galerien, lokaler Künstler, exzellenter Restaurants und Bars.
La Paz & La Ventana: Ein Trip weiter nach Norden, der sich landschaftlich komplett unterscheidet. La Paz ist wunderbar entspannt mit seiner kilometerlangen Strandpromenade. Und hier wartet das nächste Riesen-Highlight: In der Bucht ist das Schwimmen mit Walhaien möglich! Neben diesen sanften Riesen im Wasser zu treiben, ist einfach nur magisch. In La Ventana spürt man dann richtig das Klischee „Wüste küsst das Meer“: Riesige Kakteen wachsen hier quasi bis an den Sandstrand, und der Blick über das tiefe Blau des Golfs ist schier endlos.
Mein Fazit
Baja California bietet ein unfassbares Gefühl von Freiheit. Der Mix aus der rauen Wüste, der Kunst in den Städten, dem unverhofften Schwimmglück und dem täglichen Wal-Kino – egal ob vom Boot oder direkt vom Strand aus – war einfach perfekt!