Namibia
im Bann unendlicher Weiten
Meine Reise nach Namibia begann mit einem Flug von München nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Der Flug war lang, aber die Vorfreude auf das Abenteuer, das uns erwartete, ließ die Zeit wie im Flug vergehen. Bei der Ankunft in Windhoek wurden wir sofort von der warmen, trockenen Luft begrüßt – ein starkes Kontrastprogramm zum Winter in Deutschland.
Gabus Safari Lodge – Unser erstes Safari-Abenteuer
Nach der Ankunft in Windhoek ging es weiter in die Wildnis, und wir fuhren nach Gabus, wo wir in der Gabus Safari Lodge eincheckten. Das Wetter war wunderbar, und die Lodge lag inmitten einer atemberaubenden Landschaft. Hier, inmitten der savannenähnlichen Umgebung, hatten wir unser erstes Safari-Erlebnis. Bei der ersten Pirschfahrt konnten wir schon beeindruckende Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Besonders die Giraffen, die majestätisch durch die Savanne schritten, und die Zebras, die in Gruppen grasten, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Es war faszinierend, diesen Tieren so nah zu kommen und ihre Eleganz zu erleben.
Auf in den Etosha Nationalpark
Früh am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Etosha Nationalpark, einem der bekanntesten Wildschutzgebiete Afrikas. Der Park, bekannt für seine riesige Salzpfanne und seine Artenvielfalt, war ein absolutes Highlight der Reise.
Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, ging es gleich auf Safari. Etosha zeigte sich in einem ungewohnten, fast surrealen grünen Gewand. Dies lag an den ungewöhnlich starken Regenfällen der letzten Wochen, die das Gras und die Bäume in ein intensives, lebendig grünes Kleid tauchten. Selbst Einheimische berichteten, dass sie den Park schon lange nicht mehr so üppig erlebt hatten. Für das Auge war es ein wahres Paradies, das die Flora und Fauna in einer anderen, üppigeren Form präsentierte. Doch die grüne Pracht hatte auch ihre Tücken: Für die Tierbeobachtung war dies nicht ideal, denn die Tiere waren deutlich schwerer auszumachen. In der offenen, trockenen Savanne hätten wir sie viel leichter finden können, aber die dichte Vegetation machte es schwierig, die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken.
Trotz der Herausforderungen konnten wir fast alle der „Big Five“ – Löwe, Leopard, Elefant, Gepard und Nashorn – auf unserer Safari erspähen. Besonders beeindruckend war der Anblick von Löwen, die sich am Wasserloch niederließen, um zu trinken.
Die grüne Landschaft und das Zusammenspiel zwischen Flora und Fauna ließen uns den Zauber dieses Ortes in seiner vollen Pracht erleben – es war ein Moment, den wir nie vergessen werden.
Fazit: Ein unvergessliches Abenteuer
Namibia hat uns mit seiner wilden Schönheit, seiner Vielfalt und der majestätischen Tierwelt begeistert. Die Mischung aus beeindruckender Landschaft, aufregenden Safari-Erlebnissen und unvergesslichen Begegnungen mit Tieren hat diese Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht. Auch wenn die üppige Vegetation die Tierbeobachtungen erschwerte, so gab es doch immer wieder überraschende Momente, die uns die Schönheit und die Wunder der Natur näherbrachten. Namibia – ein Land, das nicht nur Abenteuer, sondern auch eine tiefe Verbundenheit zur Natur bietet.
Damaraland– Zwischen bizarren Felsformationen und einem atemberaubenden Sundowner
Mit den unvergesslichen Eindrücken aus dem Etosha Nationalpark im Gepäck machten wir uns auf den Weg in das Damaraland, eine Region, die mit ihren eindrucksvollen Landschaften und geheimnisvollen Felsen zu den faszinierendsten Gegenden Namibias zählt. Schnell änderte sich das Landschaftsbild: Der üppige grüne Etosha Park wich kargen, aber dennoch atemberaubend schönen Trockengebieten. Wir fuhren entlang der staubigen Straßen, und bald schon nahmen bizarr geformte Felsen und majestätische Gebirgsketten die Landschaft ein, die uns mit jedem Kilometer mehr in ihren Bann zogen.
Die Vielfalt der Landschaft in Namibia ist wirklich erstaunlich. Innerhalb weniger Stunden ändert sich das Terrain dramatisch – von endlosen Savannen und grünen Parklandschaften zu kargen Wüstengebirgen und schroffen Felsen. Diese landschaftliche Vielfalt ist es, die Namibia so einzigartig macht und die Reise zu einem echten Abenteuer der Sinne.
Vingerklip – Sundowner mit spektakulärem Ausblick
Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel – eine Lodge in der Nähe des berühmten Vingerklip (Finger Cliff), einem markanten Felsen, der wie ein gigantischer Finger in den Himmel ragt. Hier, an diesem mystischen Ort, genossen wir einen Sundowner auf dem Vingerklip. Mit einem erfrischenden Getränk in der Hand saßen wir auf der Felsenplatte und blickten auf die weite, unberührte Landschaft von Damaraland. Die Sonne tauchte den Himmel in ein warmes, goldenes Licht, das die Felsen in verschiedenen Rottönen erstrahlen ließ – ein wahrer Augenblick der Magie.
Übernachtung in der Vingerklip Lodge – Ruhe und Komfort inmitten der Natur
Unsere Unterkunft, die Vingerklip Lodge, war ebenso beeindruckend. Sie fügte sich harmonisch in die Landschaft ein und bot einen komfortablen Rückzugsort nach einem aufregenden Tag. Die Lodge hatte einen herrlichen Blick auf den Vingerklip und war von Natur aus ruhig und idyllisch. Die Zimmer waren gemütlich und gut ausgestattet, mit Fenstern, die den Blick auf die endlose Weite der Wüste freigaben.
Swakopmund – Ein malerischer Abstecher an die Atlantikküste
Nach unserer beeindruckenden Reise durch das Damaraland machten wir uns wieder auf den Weg – dieses Mal in Richtung Swakopmund, eine charmante Küstenstadt an der Atlantikküste Namibias. Die Fahrt führte uns durch die Weiten der Wüste, und bald schon wehte uns die salzige Luft des Ozeans entgegen.
Swakopmund liegt westlich von Windhoek, direkt am Atlantik, und ist bekannt für seine malerischen Sandstrände und das angenehme, gemäßigte Klima. Die Stadt, die 1892 von deutschen Kolonisten gegründet wurde, hat sich ihren kolonialen Charme bis heute bewahrt und zieht sowohl Touristen als auch Einheimische an. Beim Betreten der Stadt konnte man sofort den Hauch europäischer Architektur und Geschichte spüren. Swakopmund ist reich an historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die die Geschichte der Stadt und Namibias insgesamt widerspiegeln.
Sossusvlei – Ein faszinierendes Wüstenparadies
Am nächsten Tag ging unsere Reise weiter – und die Landschaft könnte nicht unterschiedlicher sein. Wir fuhren in die berühmte Namib-Wüste, genauer gesagt in den Namib-Naukluft-Nationalpark, und machten uns auf den Weg zum Sossusvlei, einer der bekanntesten und beeindruckendsten Wüstenlandschaften der Welt.
Ein Ozean aus roten Sanddünen
Schon die Anfahrt war atemberaubend. Die weite, unendliche Wüste dehnte sich vor uns aus, und die Landschaft änderte sich schlagartig. Die Hochebenen und trockenen Flächen, die wir zuvor erlebt hatten, wichen gewaltigen, steil aufragenden roten Sanddünen. Diese riesigen Dünen, die zu den höchsten der Welt gehören, gaben der Namib-Wüste ihr markantes Aussehen und versetzten uns sofort in Staunen. Die Farbe des Sandes war ein intensives, tiefes Rot, das in der Sonne förmlich zu leuchten schien.
Deadvlei – Ein surrealer Ort der Ruhe und Schönheit
Das Sossusvlei selbst ist eine riesige Salz-Ton-Pfanne, die von den gewaltigen Sanddünen umrahmt wird. Doch das wahre Highlight dieses Gebiets ist das benachbarte Deadvlei – das „tote Moor“, das einen fast surrealen Eindruck hinterlässt. Hier, inmitten der weißen Lehmpfanne, stehen über 900 Jahre alte Kameldornbäume, deren düstere, schwarzgewordenen Äste in den blauen Himmel ragen. Diese abgestorbenen Bäume sind ein faszinierender Kontrast zu den sanften, orangefarbenen Sanddünen, die sie umgeben.
Der Ort wirkt fast wie aus einer anderen Welt. Die Kombination aus den scharfen Kontrasten von Weiß, Schwarz und Orange sowie der Stille dieser abgelegenen Landschaft erzeugt eine fast mystische Atmosphäre. Es war ein faszinierender Moment, der uns das Gefühl gab, in einer anderen Dimension zu sein – fernab von allem, was wir kannten. Das Deadvlei ist zweifellos einer der fotogensten und surrealsten Orte, die wir auf unserer Reise erlebt haben. Es gibt keinen besseren Ort, um die ungezähmte Schönheit der Wüste zu bewundern.
Die Namib-Wüste hat uns mit ihrer Wildheit, ihrem Zauber und ihrer unglaublichen Schönheit verzaubert. Wer einmal hier war, wird dieses Naturwunder nie wieder vergessen.
Fazit: Namibia – Ein Land der extreme Vielfalt
Namibia ist weit mehr als nur eine Wüste. Es ist ein Land voller landschaftlicher Kontraste – von den heißen, trockenen Dünen der Namib-Wüste bis zu den grünen, wasserreichen Regionen im Norden, von den kargen Salzpfannen der Kalahari bis zu den majestätischen Gebirgen im zentralen Hochland. Wer Namibia bereist, wird mit einer Landschaft konfrontiert, die sowohl wild und unerbittlich als auch tief faszinierend ist.
Mit all den faszinierenden Eindrücken, die uns während unserer Reise durch Namibia begleiteten, trat nun der Abschied an. Wir machten uns auf den Weg zurück in Richtung Deutschland, doch der Gedanke, dieses außergewöhnliche Land zu verlassen, fühlte sich bittersüß an. Namibia, mit seiner überwältigenden Natur, der Vielfalt der Landschaften und den einzigartigen Begegnungen, hatte sich tief in unser Herz eingegraben.
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Jennifer Sachsenmaier
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