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Karibische Träume
Mein Schiff 5
Non, je ne regrette rien – nein, ich bereue nichts!
An den Gedanken meinen Urlaub auf einem Schiff und auf hoher See zu verbringen, habe ich nie auch nur eine Sekunde verschwendet: Die viele Menschen, überall das Wasser, der Seegang und das Gefühl eingesperrt zu sein, hielten mich immer davon ab. Vielleicht habe ich auch eine Aversion, weil ich auf den Tag genau 60 Jahre nach dem Untergang der Titanic wieder auf dieser Welt gestrandet bin. Wie auch immer: Aus Liebe macht man vieles, sie macht bekanntlich blind und bringt sogar Mike dazu, ein Schiff zu betreten.
1. Tag: Beim check in am Flughafen verabschiede ich mich skeptisch vom Gepäck, das ich erst auf dem Schiff wieder sehen soll. Für jemanden, der nie lange still sitzen kann, will der Flug nach La Romana – gefühlt – nie enden, dann zum Glück doch und endlich atme ich wieder frische Luft. Der Flughafen macht eher den pittoresken Eindruck einer idyllisch botanischen Gartenanlage mit größerem Häuschen und überall Palmen und riesige blühende Oleanderbüsche. Kurzer Transfer zum Hafen, beim Einschiffen nur ein paar Mitreisende vor mir und nach wenigen Minuten kann ich das Terminal verlassen. Von Menschenmassen keine Spur. Da liegt Mein Schiff 5 nun vor mir, malerisch von Palmen flankiert. Sie ist erst seit 7 Monaten im Dienst und quasi neu. Mir wird langsam richtig mulmig zu mute. Umdrehen kann ich nicht, es gibt keinen Plan B! So betrete ich Mein Schiff 5 und es ist wie ein Schritt in eine andere Welt: Es liegt ein Gefühl von Geborgenheit und eine Art „lass los“ in der Luft und auch visuell verbreitete sich ein Gefühl von Ruhe und Entspannung. Noch immer im „Staunen-Modus“ betrete ich die Kabine und tatsächlich sind die Koffer da. Pünktlich gehe ich zur Musterstation zur obligatorischen Seenotrettungsübung. Das Schiff hat noch nicht einmal abgelegt und wir proben den Untergang (Scherz). Ausgehungert geht es dann zum Anckelmannsplatz, dem Restaurant. Ein Buffet mit so vielen Laufmetern sehe ich zum ersten Mal. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie man es schafft, ein Buffet warmzuhalten, ohne dass Speisen verkochen oder austrocknen, und aufzufüllen, ohne dass man es bemerkt. Nächste Station ist Programm: Die ÜberschauBar, deren Besuch wird unser Ritual. Jeden Abend werden wir hier sitzen, wissend aber immer wieder aufs Neue erschrecken, wenn das Schiffshorn das Ablegen laut verkündet und wir mit Unheiligs „Große Freiheit“ den Hafen in Richtung Sonnenuntergang verlassen.
2. Tag: Wir haben die Karibische See verlassen und das Schiff fährt nun ruhig durch den Atlantischen Ozean. Ich genieße das Frühstück im Anckelmannsplatz mit bodentiefen Fenstern. Allein für diesen Ausblick vom Deck 12 lohnt sich die Fahrt. Besonders hervorzuheben ist die Backstube mit ihren Eigenkreationen. Unser Captain Todd wird vertrauter Begleiter und erklärt uns jeden Morgen alle nautischen, meteorologischen und technischen Gegebenheiten des Tages. Ich bin richtig tiefenentspannt, eine Seite, die ich neu an mir entdecke. Das Schiff ist groß, ich habe viel Zeit – jetzt geht es auf Erkundungstour. Sehr hilfreich sind die großen LED-Wände neben den Fahrstühlen auf jedem Deck. Verlaufen fällt schwer. An einem Seetag wie heute sind die Sonnendecks natürlich gut besucht, man findet immer eine Möglichkeit zum Sonnenbaden, um den blassen Winter-Teint gegen karibische Bräune einzutauschen. Die Seeluft macht hungrig und probiere ich das Tag & Nacht Bistro aus. Wenn Du es siehst, werden Du verstehen, warum es „Mein Birkenwäldchen“ ist. Hier werden rund um die Uhr eine kleine Auswahl an Speisen frisch bereitet. Klein, aber fein. Mittlerweile ist es nachmittags, ich genieße ÜberschauBar die Welt und gleich um die Ecke ist die Außenalster. Nicht nur die frisch gegrillten Datteln im Speckmantel sind empfehlenswert.
3. Tag: Leider hat meine innere Uhr sehr große Schwierigkeiten bei der Integration in die örtliche Zeitzone. Und so werde ich jeden Morgen meinem Birkchenwäldchen einen Besuch abstatten und mit einem frischen Kaffee in Richtung Bug gehen, um den Sonnenaufgang zu genießen. Unser heutiges Ziel ist die Insel Dominica, gänzlich in Nebel gehüllt, nur die Berge schauen oben raus. Nach dem Frühstück geht es dann an Land, wir erwandern heute den Regenwald. Er ist ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Aber wir sind nicht am Amazonas oder in Asien. Der Karibische Regenwald ist auf seine Art sehr schön. Ich bin immer noch fasziniert, dass einige unserer Zimmerpflanzen hier riesige Büsche oder gar Bäume sind. Für den kleinen Hunger zwischendurch geht es heute in die Bosporus Snackbar. Den Sonnenuntergang genießen wir – wie immer – ÜberschauBar und gegen später UnverzichtBar.
4. Tag: Auch Barbados wird morgens vom Nebel umarmt. Mit der aufgehenden Sonne hebt sich mystisch der Nebel langsam empor. Das wohlklingende Barbados ist in aller Munde und gilt als schönste Insel des Commonwealth. Auf der Insel steht das Tragen von Militärkleidung/Camouflage-Style auch in Form von Taschen, Rucksäcke, etc. und das Rauchen in der Öffentlichkeit unter Strafe.
Heute will ich mir einen Traum erfüllen: Nur wir beide an einem endlosen, einsamen, weißen Sandstrand, meterhohe Palmen und türkisfarbenes Wasser – manchmal ist weniger mehr, um glücklich zu sein. So schaue ich kurz auf die Karte, steige in ein Taxi, verlasse Bridgetown und genieße den Tag in der erträumten Idylle und vollkommener Abgeschiedenheit.
5. Tag: Heute bleiben wir noch einen halben Tag in Barbados. Ich genieße das bunte Treiben vom obersten Deck aus. Gegen Mittag verlassen wir die Insel und sind den Rest des Tages auf See und können alle Annehmlichkeiten unseres schwimmenden Hotels nutzen. Unser Abendprogramm ist ÜberschauBar, PoolBar und AbtanzBar.
6. Tag: Frühmorgens schaue ich zu, ob Captain Todd Mein Schiff richtig im Hafen von Fort-de-France einparkt und traue ich meinen Augen nicht: Wir sind in Europa nur viel wärmer und mit mehr Palmen! Und so ist es wirklich. Martinique hat einen eigenen, faszinierenden Charme – eine prickelnde Mischung aus karibischem Flair gepaart mit (mittel-)europäischer Urbanität. Heute genieße ich die Vorzüge der EU. So bummel ich durch den Hafen und wie der Zufall es will, sitze ich plötzlich in einem Speedboat. Es startet eine 6-stündige Fahrt wie aus dem Bilderbuch: Ich habe Küsten gesehen, wie man sie nur aus der Wasserperspektive sieht, verträumte kleine Buchten, ich springe vom Boot einfach ins klare Wasser und schwimme an Land, wir essen frische Ananas und trinken Punsch – es sind paradiesische Zustände. Vielen, vielen Dank für dieses Erlebnis!
7. Tag: Heute erreichen wir Guadeloupe, einer Insel über dem Winde. Sie ist wie auch Martinique französisches Überseegebiet, unterscheidet sich gravierend. Die Insel, die aus Vogelsicht von der Form her an einen Schmetterling erinnert, besticht durch ihre Landschaft. Eine Seite der Insel ist vulkanisches Bergland, die andere Regenwald. Wir bummeln heute ganz entspannt durch Pointe-a-Pitre und sind fasziniert vom Markt mit seinen bunten Farben und den Gerüchen der Gewürze, die in der Luft liegen. Heute Abend lassen wir in kulinarisch im Atlantik Klassik verwöhnen. Der Besuch ist sehr empfehlenswert und ein Freudenfest für den Gaumen.
8. Tag: Meine innere Uhr stellt sich langsam um. Aus Tradition genieße am Bug die frühmorgentliche Ruhe und das leise Rauschen der Wellen wenn die Sonne über dem Meer aufgeht. Danach wird weitergeschlafen. Wir erreichen St. Lucia. Sie zählt zu eine der landschaftlich schönsten karibischen Inseln. Heute habe ich aber etwas ganz anderes in Auge gefasst: Ich gehe auf besondere Beobachtung! Es dauert auch nicht lange und da sind sie: Delfine und Pilotwale. Es ist eine relativ große Schule, die immer dichter bis auf greifbare Nähe auf uns zu kommt. Ein einmaliges Erlebnis. Für den Rest des Tages bin ich einfach nur überwältigt.
9. Tag: Heute erreichen wir Grenada. Wegen den zahlreichen Muskatplantagen wird die Hauptinsel auch Gewürzinsel genannt. Nach einem Bummel durch die Stadt besuchen wir den Kräuter- und Gewürzgarten. Es ist ein faszinierendes Erlebnis für alle Sinne, Gewürze und Kräuter in natura zu sehen, die wir sonst nur getrocknet kennen.
10. Tag: Den heutigen Tag verbringen wir wieder auf dem Meer. Wir gehen shoppen, genießen das abwechslungsreiche Bordprogramm und essen und trinken und sonnen uns. Wir fühlen uns wie Gott in Frankreich. Mich beschleicht langsam das Gefühl, dass das Housekeeping immer wartet, dass wir unsere Kabine verlassen. Sie machen morgens die Betten, mittags verwandeln sie die Bettdecken in Tierchen, abends werden sie zum Schlafengehen aufgeschlagen und ein Betthupferl ist immer dabei. Vielen Dank!
11. Tag: Heute beginnt der 11. Tag unserer Reise und eine leise Stimme in mir fragt, wie es wohl zu Hause ist? Die Frage wird von den Daheimgebliebenen schnell beantwortet: Es sind seit fast einer Woche nachts -15 °C! Gott sei Dank bin ich in der Karibik! Heute erreichen wir Curacao, eine der Inseln unter dem Winde oder die ABC-Inseln. Wenn Du mich fragst, wie ich Dir Willemstadt beschreiben soll, kann ich nur sagen: Die Stadt ist in etwa wie Alkmaar, Edam oder Gouda nur in bunt. Und wenn ich sage bunt dann nicht bunt wie in Holland sondern richtig karibisch bunt. Wir schlendern ausgiebig durch die Stadt. Zurück auf dem Schiff entdecken wir im Anckelmannsplatz das Kuchenbuffet – leider erst jetzt oder zum Glück?
12. Tag: Wir erreichen wir Bonaire – das „B“ der ABC-Inseln. Wir lassen uns zu Klein Bonaire übersetzen und genießen einen wunderschönen Tag am Meer an einem wunderschönen Naturstrand.
13. Tag: Die letzte Station unserer Reise heißt Aruba. Ich habe schon vor Wochen einen Ausflug gebucht, auf den ich mich besonders freue: Wir tauchen mit der Atlantis, einem U-Boot, und erkunden die karibische Unterwasserwelt. Ich fühle mich wie Hans Hass, als er vor 70 Jahren zum ersten Mal die Korallen in der Karibischen See filmte. Es gibt nur kleine Unterschiede: Er filmte mit seiner selbstgebauten Kamera, ich mit meiner Digi-Cam; er wurde nass, ich sitze im trockenen.
Auf dem Schiff angekommen, genießen wir die Stimmung in der ÜberschauBar, mit dem Gesang von Unheilig verlassen wir den Hafen. Sogar von der Bar aus kann man die Korallenbänke sehen. In leuchtenden Farben versinkt die Sonne langsam im Meer.
14. Tag: Ich genieße die frische Seeluft. Seetage sind eine willkommene Abwechslung: Ich habe keinen Zwang pünktlich beim Ausflug zu erscheinen oder ähnliches. Ich lasse einfach die Seele baumeln lassen und bin eins mit der See. Und ich kann alle Annehmlichkeiten – wie etwa den Spa-Bereich – des Schiffes nutzen. Vor dem Schlafengehen stelle ich die Koffer vor die Tür, die ich dann im Hafenterminal wieder in Empfang nehme.
15. Tag: Da mein Rückflug relativ spät ist, kann ich noch einen ganzen Tag das Schiff genießen. Am Spätnachmittag heißt es dann: Auf Wiedersehen! Schade, aber ein bisschen freue ich mich auch wieder nach Hause zu kommen. Am Folgetag erreichen wir Deutschland mit einem Temperaturunterschied von über 40 °C.

Ein großer Vorteil bei Mein Schiff ist, dass man Dank all inclusiv schon vor dem Urlaub weiß, wie teuer er wird und daher eine Art Kostenkontrolle hat. Im Reisepreis sind Speisen, Getränke, Trinkgelder, etc. enthalten, hinzu kommen lediglich Kosten für kostenpflichtige Restaurants, Ausflüge und Ausgaben privater Art. Die Kabinen sind im Vergleich zu anderen, internationalen Reedereien recht groß, es gibt an Bord zahlreiche unterschiedliche Restaurants und Bars.

Ich habe auf dieser Kreuzfahrt Blut geleckt und ich bin mir sicher, es war nicht mein letzter Urlaub auf einem Schiff.

Non, je ne regrette rien!
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Mike Schwarz
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